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ViolinZirkus - FAQs: Oft gestellte Fragen

ViolinZirkus1 wird ausgepackt und erklärt

Wie funktioniert der ViolinZirkus?

Das Ziel der Aktionskarten "ViolinZirkus" ist es, sich auf die Schwierigkeiten des Streichinstrumentenspiels einzeln zu konzentrieren (Siehe "Prinzip der rotierenden Aufmerksamkeit" nach Prof. Gerhard Mantel). Die Aktionen auf den Karten werde immer mit dem Stück kombiniert, an dem der/die SchülerIn gerade arbeitet. Die Karten sind in drei Kategorien sortiert:
Technik und Genauigkeit:
Hier konzentriert sich der/die SchülerIn auf eine gute Haltung, eine gute Technik und die genaue Umsetzung des Notentexts.
Akrobatik und Kreativität:
Hier experimentiert der/die SchülerIn mit geradezu akrobatischen Bewegungen beim Spielen und lässt seiner/ihrer Phantasie freien Lauf.
Charaktere und Klangfarben:
Hier variiert der/die SchülerIn die Klangfarben, Dynamik und Geschwindigkeit und lernt dabei auch die italienischen Fachbegriffe der Musik.
Die Karten der drei Kategorien können auch kombiniert werden, es entstehen dann über 5000 verschiedene Variationen des Vortrags.

Spielregeln:

1. Man legt die Karten auf drei Stapel, nach Kategorien Akrobatik, Charakter und Technik geordnet.
2. Man wählt eine Passage/Tonleiter/Takt/Stück/Lied aus, an der man arbeiten möchte.
3. Eine Karte wird gezogen und anhand des Stückes ausgeführt. Wichtig ist es, nur auf den einen Aspekt zu achten.
Es können auch mehrere Kategorien gleichzeitig ausgeführt werden. Z.B. Akrobatik: Auf einem Bein, dabei Charakter: Lento und Technik: Auf den kleinen Finger am Bogen achten. Wichtig ist hierbei, dass der/die SchülerIn schon die jeweiligen anderen Karten automatisiert hat, dass er/sie sich voll auf die schwierigste Aufgabe konzentrieren kann und sich nicht überfordert fühlt.

Eignet sich der ViolinZirkus auch für kleinere Schüler für das Zuhauseüben?

Ja, ich habe gute Erfahrungen gemacht, gerade bei Kindern die ihre Stücke zu Hause nur einmal durchspielen. Sie spielen teilweise alle ihre Hausaufgaben mit Karten und verbringen viel länger am Instrument. Durch die Verbindung der verschiedenen Kategorien wird das Wiederholen nie langweilig. Sie können einzelne Passagen und Übergänge durch die Abwechslung viel schneller lernen. Die musikalischen Bezeichnungen werden spielerisch mitgeübt.

Ist der ViolinZirkus 1 auch für Erwachsene/Profis geeignet?

Ja. Obwohl die Bilder kindgerecht sind, können auch Erwachsene/Profis Ihren Nutzen daraus ziehen, siehe Rubrik "Erfahrungsberichte". Bei Konzertvorbereitungen und schwierigen Stücken übe ich nicht selten mit dem ViolinZirkus 1, 2 und 3. Bei einzelnen Karten muss man als Profi die Aufgabe nicht wörtlich nehmen, sondern sie stellt bloß eine Inspirationsquelle dar. ViolinZirkus 2 und 3, die Ausgabe für Fortgeschrittene und Profis ist noch nicht erschienen. Schreiben Sie mir gern, wenn Sie informiert werden wollen, wenn es soweit ist.

Ist der ViolinZirkus auch für Cello geeignet?

Ja, wenn es einen nicht stört, dass ein geigespielender Clown abgebildet ist. Bis auf 5 Karten sind alle problemlos auf Cello übertragbar.

Was kommt im ViolinZirkus 2 und 3 vor?

Im ViolinZirkus 2 ist die Fortsetzung von ViolinZirkus1 für Fortgeschrittene. ViolinZirkus 3 ist die Erweiterung für professionelle Musiker.

Anwendung im Unterricht

Beim Lernen von neuen Stücken

Der/die BeispielschülerIn ist sechs Jahre alt, spielt seit einem Monat und lernt jetzt neu das Lied "Alle meine Entchen."
Wir nehmen die erste Phrase bis "Entchen", ich spiele sie ihm/ihr vor. Das Kind spielt den Ablauf auf der Geige 01234-4-. Sobald es dieses verstanden hat zieht es die erste Karte. Es spielt diesen Teil z.B. Maestoso, dann ganz leise, dann im Crescendo und dann am Frosch und mit hässlichem Klang. Durch das Ziehen wird das Kind immer wieder von dem Ablauf abgelenkt und muss sich danach wieder dran erinnern. Dieses stärkt die Erinnerung. Sobald das Kind den ersten Teil auswendig kann, gehen wir zum nächsten Teil: "Schwimmen auf dem See." 1111E---. Dieses wir auf die gleiche Weise mit Karten wiederholt. Dann werden der erste und zweite Teil zusammengesetzt und erneut mit Variationen wiederholt. So geht es weiter, bis das ganze Lied im Gedächtnis ist.

Beim Üben von schwierigen Passagen

Wenn ich z.B. eine virtuose Passage in einem Stück üben möchte ziehe ich drei Karten aus unterschiedlichen Kategorien und wiederhole die Stelle auf sehr viele unterschiedliche Weisen. Meist deckt man durch Hinzufügen von Schwierigkeiten bestehende Probleme auf, weil der Spieler an den Stellen überfordert ist. Diese Lagenwechsel, Saitenwechsel etc. können dann genau betrachtet und geklärt werden. Durch die Ablenkung von der Schwierigkeit und dem Spaß an der Sache gelingt es dem Körper seine eigene bestmögliche Technik zu finden, die es einem ermöglicht, in der Extremsituation des Konzertes oder des Probespiels besser gewappnet zu sein.

Karten raten im Einzel- oder Gruppenunterricht

Der/Die SchülerIn zieht verdeckt eine Karte. Der Lehrer oder Eltern oder die anderen Schüler müssen raten welche Karte gezogen wurde. Die Karte muss ganz genau ausgeführt werden.

Karten
Karten
Gegenteil

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